Weiterentwicklung und Support für die TYPO3 Website der Friedrich-Ebert-Stiftung

Im Herbst 2018 konnte FGTCLB unter der Führung von web-vision sich im Ausschreibungsverfahren gegen andere Agenturen durchsetzen und bereits erfolgreich das Community Portal der Friedrich-Ebert-Stiftung auf Basis von TYPO3 CMS launchen. Nun stand ein weiteres Projekt – die technische Überholung der offiziellen Website der Friedrich-Ebert-Stiftung – an. 

Im Zuge des Projektes galt es, die bestehende Installation zu optimieren, Abhängigkeiten zu Drittsystemen zu minimieren und neue Features zur Verbesserung der Usability zu entwickeln. Welche Aspekte wir dabei konkret umgesetzt haben, stellen wir in  den folgenden Abschnitten vor. 

Allgemeines zum Projekt fes.de

Die TYPO3-Instanz der Friedrich-Ebert-Stiftung beheimatet rund 500 Redakteure in mehr als 200 Nutzergruppen mit verschiedensten, dezidierten Zugriffs- und Nutzungsrechten. Konsistentes User Management steht daher bei allen Tätigkeiten rund um das Projekt stets an erster Stelle. 

Inhaltlich handelt es sich bei dem Projekt um ein Support- und Wartungsprojekt mit einem zusätzlichen, großen Anteil an Neu- und Weiterentwicklungen. Die bestehende Website wird also nicht nur fortlaufend instand gehalten, sondern auch regelmäßig um neue Funktionalitäten erweitert.

Die Aufgabenpakete für den Support und die Wartung der Installation werden dabei nach den Kanban-Prinzipien organisiert, während die Entwicklung neuer Features als Scrum-Projekt mit themenbasierten Sprints durchgeführt wird. Dadurch gelingt es uns, Fehler und Unschönheiten im laufenden Betrieb zeitnah beheben, sowie die Installation in regelmäßigen Zyklen um neue Features erweitern zu können. 

Reduzierung der Nutzung von Abhängigkeiten zu Dritt-Extensions

Wie bereits eingangs beschrieben, lag ein Fokus im Rahmen des Projektes darauf, die Abhängigkeit zu Dritt-Extensions zu reduzieren und die Installation damit unter anderem (Wartungs)-technisch zu verschlanken. Viele Funktionalitäten, die vor einigen Jahren noch durch TYPO3 Extensions implementiert werden mussten, sind beispielsweise inzwischen in den TYPO3 Core gewandert und die Extensions werden dadurch obsolet. Oder aber die Anforderungen an die Website und deren Features haben sich in den letzten Jahren geändert, sodass einige Extensions – und damit verbundene Funktionalitäten – schlichtweg nicht mehr benötigt werden und entfernt werden können. Einige konkrete Beispiele dafür nennen wir in den folgenden Abschnitten noch. 

Grundsätzlich gilt: Je weniger Extensions in einer Installation im Einsatz sind, desto komfortabler wird die Wartung und Weiterentwicklung der TYPO3 Instanz. Ebenso werden künftige TYPO3 Upgrades einfacher und kostengünstiger.

Migration von Grid-Elements zu Container

Zur Strukturierung und Gestaltung der Content-Elemente im Front- und Backend setzte die fes.de – so wie viele andere Websites auch – die TYPO3 Extension gridelements ein. Diese wird jedoch zum aktuellen Zeitpunkt mangels Finanzierung nicht mehr weiterentwickelt und ist daher für TYPO3 Installationen ab Version 10 nicht mehr einsetzbar. Im gleichen Zuge musste zudem die Extension t3ddy abgelöst werden, da auch diese nicht mehr für aktuelle TYPO3 Versionen weiterentwickelt wird. Dementsprechend musste eine neue, zukunftssichere Alternative mit gleichen oder ähnlichen Funktionalitäten her. Wir entschieden uns an dieser Stelle für die Verwendung der Extension container. 

Die Migration aller Grid-Elements zu Container-Elementen erfolgte dabei erfolgreich im laufenden Betrieb – und ohne Downtimes.

Migration von Powermail zu Form

Ein weiterer Bestandteil des technischen Overhauls des Website war die Migration der Formulare von Powermail zur Core Extension Form. Auch an dieser Stelle galt es, veraltete, von Dritten bereitgestellte Bestandteile der Installation durch neue, vom TYPO3 Core supportete Funktionalitäten zu ersetzen. Redakteure und Editoren können Formulare einfach im Backend anlegen und verwalten oder mitgelieferte Formular-Vorlagen auswählen und individualisieren. 

Neu-Entwicklungen für die fes.de

Im Rahmen des Projektes wurden zudem eine Reihe neuer Features implementiert sowie bereits bestehende Funktionalitäten erweitert:

  • Implementierung einer DSGVO-konformen Cookiebar,
  • Erweiterung der Lernlandkarten Extension,
  • Entwicklung einer Big-Blue-Button Extension für das neue Eventportal,
  • Übersetzung bestehender Inhalte mithilfe der von web-vision entwickelten wv_DeepL_translate Extension

Zum aktuellen Zeitpunkt arbeiten wir ergänzend am Aufbau des neuen Eventportals für die Friedrich-Ebert-Stiftung, sowie an diversen neuen Digital-Seiten. Beide Teilprojekte werden noch in 2022 gelauncht – Stay tuned!

Friedrich-Ebert-Stiftung

Die FES ist die älteste politische Stiftung Deutschlands. Benannt ist sie nach Friedrich Ebert, dem ersten demokratisch gewählten Reichspräsidenten. Als parteinahe Stiftung orientieren sich ihre Arbeit an den Grundwerten der Sozialen Demokratie: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Rund 670 Mitarbeiter_innen engagieren sich in den Zentralen in Bonn und Berlin, in bundesweit 15 Landes- und Regionalbüros, sowie in mehr als 100 Auslandsvertretungen.